



Regie Theater + Oper



Regie Film
Joern Hinkel wurde 1970 in Berlin geboren und studierte an der Bayerischen Theaterakademie Opern- und Theaterregie bei August Everding. Er inszenierte zahlreiche Opern, Theaterstücke, aber auch Kurz- und Dokumentarfilme und war von 2018 bis 2025 Intendant der Bad Hersfelder Festspiele.
Im „Corona-Sommer“ 2020 konzipierte er anstelle der üblichen Festspiele ein alternatives Programm: Ein anderer Sommer bot rund 100 Veranstaltungen in der ganzen Stadt. Hinkel inszenierte in diesem Rahmen selbst mehrere Projekte, darunter Zu den Sternen nach den Romanen von Jules Verne, Nachtschichten nach Stephen King und Niemandsland nach dem Film Stalker von Andrej Tarkowsky.
2021 sorgte er mit der europäischen Uraufführung seiner Theaterfassung von Der Club der toten Dichter auf der Bühne der Bad Hersfelder Festspiele für bundesweite Aufmerksamkeit. Der oscarprämierte Drehbuchautor Tom Schulman reiste zur 50. Vorstellung eigens aus Hollywood in die Hessische Kleinstadt und wirkte in einer Nebenrolle als pensionierter Lehrer mit. In seiner Inszenierung von Victor Hugos Notre Dame (2022) setzte Joern Hinkel zum ersten Mal computeranimierte Mapping-Projektionen in der Stiftsruine ein.
Unter Joern Hinkels Intendanz wurde Shakespeare in Love (2018) zum ersten Mal in Deutschland auf die Bühne gebracht. Das Musical Goethe von Gil Mehmert und Martin Lingnau wurde 2021 uraufgeführt. Das Musical A Chorus Line erlebte auf der Bühne in Bad Hersfeld zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum durch Melissa King eine Neu-Inszenierung und Choreografie ohne die Bindung an die Broadway-Original-Produktion. 2025, in seiner letzten Spielzeit als Intendant, sorgten seine Inszenierungen von Sommernachtsträume nach William Shakespeare, seine Bühnen-Adaption von Kay Pollaks Film Wie im Himmel und Gil Mehmerts Fassung von Friedrich Schillers Die Räuber mit Songs von den Toten Hosen zum zweiten Mal in Folge für Besucherrekorde bei den renommierten Festspielen.
Für sein Engagement bei den Bad Hersfelder Festspielen und seinen besonderen Einsatz für Kinder- und Jugendprojekte beim Theater wurde ihm 2025 der Hessische Verdienstorden am Bande durch Ministerpräsident Boris Rhein verliehen.


