Joern Hinkel

2018 – 2025
Intendant der Bad Hersfelder Festspiele
2015 – 2017
Stellvertretender Intendant der Bad Hersfelder Festspiele
2003 – 2014
Referent und ab 2010 Stellvertreter des Intendanten
bei den Nibelungenfestspielen Worms
1999 – 2004
Hospitant und Regie-Assistent bei diversen Filmproduktionen (ARD, ZDF)
(bei den Regisseuren Matti Geschonnek, Dominik Graf, Dieter Wedel u.a.)
1995 – 1996
Lehrbeauftragter für Schauspiel an der Bayerischen Theaterakademie
1991 – 1994
Regiestudium an der Bayerischen Theaterakademie
bei Prof. Cornel Franz und Prof. August Everding

Regie Schauspiel, Musiktheater & Film

2026
Die Feuerzangenbowle (Spoerl, Schröder, Hinkel) Burgfestspiele Bad Vilbel
2025
Sommernachtsträume (Shakespeare, Hinkel, Gollasch) Bad Hersfelder Festspiele
2024 – 2025
Wie im Himmel (Pollak) Bad Hersfelder Festspiele
2022
Notre Dame (Hugo, Hinkel, Raabke) UA, Bad Hersfelder Festspiele
2021 – 2023
Der Club der toten Dichter (Schulman, Hinkel, Raabke) UA, Bad Hersfelder Festspiele
2020
Niemandsland (nach Arkadi und Boris Strugazki) Bad Hersfelder Festspiele
2020
Nachtschichten (nach Stephen King) Bad Hersfelder Festspiele
2020
Zu den Sternen (nach Jules Verne) Bad Hersfelder Festspiele
2020
Vom Anfang (nach dem Gilgamesch-Epos) Bad Hersfelder Festspiele
2020
Irgendwo auf der Welt (Performance, Bad Hersfelder Festspiele)
2019
Der Prozess (Kafka, Hinkel) UA, Bad Hersfelder Festspiele
2018
Indien (Hader, Dorfer) Bad Hersfelder Festspiele
2018
Der Herr der Fliegen (Golding) Bad Hersfelder Festspiele
2017
Minusmensch (Döftels) Musikvideo
2016
Krabat (Preußler) Bad Hersfelder Festspiele
2015 – 2016
Sommernachts-Träumereien (nach Shakespeare) Bad Hersfelder Festspiele
2014
Energie auf neuen Wegen Imagefilm für die EWR AG
2014
Das Blaue Flüstern (Hinkel, Majowski) UA, Nibelungenhorde Worms
2013
Eine Stadt – Tausend Welten Imagefilm für die Stadt Worms
(1. Preis „Golden City Gate“ ITB – Internationaler Tourismus-Filmwettbewerb)
2010
Alle Tage wieder Kurzfilm für das Bildungsministerium Rheinland-Pfalz
(1. Preis Jugendwettbewerb der Landeszentrale für politische Bildung)
2010
Winterreise (Hinkel) UA, Nibelungenhorde Worms
2007
German Cowboy (Dokumentarfilm) BR
2004
Eh sie verklingen (Dokumentarfilm) BR
1999
Eine Unbekannte aus der Seine (Horvàth) Theater und so fort, München
1998
Rashomon (nach Ryūnosuke) Pasinger Fabrik, München
1997
Schulamit (Hiller, Buber) Oper, UA, Allerheiligen Hofkirche, München
1996
Lilith (Buber, Hinkel) Oper, UA, Jugendfestspiele Bayreuth
1996
Pulcinella (nach Strawinsky, Pergolesi, Dorst) Zerwirkgewölbe, Staatstheater am Gärtnerplatz
1995
Jiddisches Glik (Kostinsky, Hinkel) Oper, UA, Jugendfestspiele Bayreuth
1995
Bastien und Bastienne (Mozart) Oper, Tegernseer Musiktage

Joern Hinkel wurde 1970 in Berlin geboren und studierte an der Bayerischen Theaterakademie Opern- und Theaterregie bei August Everding. Er inszenierte zahlreiche Opern, Theaterstücke, aber auch Kurz- und Dokumentarfilme und war von 2018 bis 2025 Intendant der Bad Hersfelder Festspiele.

2021 sorgte er mit der europäischen Uraufführung seiner Theaterfassung von Der Club der toten Dichter auf der Bühne der Bad Hersfelder Festspiele für bundesweite Aufmerksamkeit. Der oscarprämierte Drehbuchautor Tom Schulman reiste zur 50. Vorstellung eigens aus Hollywood in die Hessische Kleinstadt und wirkte in einer Nebenrolle als pensionierter Lehrer mit.

Im „Corona-Sommer“ 2020 konzipierte Joern Hinkel anstelle der üblichen Festspiele ein alternatives Programm: Ein anderer Sommer bot rund 100 Veranstaltungen in der ganzen Stadt. In seiner Inszenierung von Victor Hugos Notre Dame (2022) setzte er zum ersten Mal computeranimierte Mapping-Projektionen in der Stiftsruine ein.

Unter Joern Hinkels Intendanz wurde Shakespeare in Love (2018) zum ersten Mal in Deutschland auf die Bühne gebracht. Das Musical Goethe von Gil Mehmert und Martin Lingnau wurde 2021 uraufgeführt. Das Musical A Chorus Line erlebte auf der Bühne in Bad Hersfeld zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum durch Melissa King eine Neu-Inszenierung und Choreografie ohne die Bindung an die Broadway-Original-Produktion. 2025, in seiner letzten Spielzeit als Intendant, sorgten seine Inszenierungen von Sommernachtsträume nach William Shakespeare, seine Bühnen-Adaption von Kay Pollaks Film Wie im Himmel und Gil Mehmerts Fassung von Friedrich Schillers Die Räuber mit Songs von den Toten Hosen zum zweiten Mal in Folge für Besucherrekorde bei den renommierten Festspielen.

Für sein Engagement bei den Bad Hersfelder Festspielen und seinen besonderen Einsatz für Kinder- und Jugendprojekte beim Theater wurde ihm 2025 der Hessische Verdienstorden am Bande durch Ministerpräsident Boris Rhein verliehen.